An der Nordküste von Madeira findet ein Festival statt, das seit 1985 besteht und in keiner seiner mittlerweile 41 Auflagen jemals vorzeitig beendet wurde. Das ist keine Metapher. Es ist die wörtliche Beschreibung dessen, was „24 Horas a Bailar“ ausmacht: Es beginnt an einem Samstagmorgen und wird ununterbrochen, ohne Pause, bis zum Sonntagnachmittag getanzt, wobei die Folkloremusik, die traditionellen Trachten, die traditionellen Tänze und die kollektive Erinnerung an die kulturelle Identität Madeiras einen ganzen Sonnenumlauf lang weiterleben.

Im Jahr 2026 findet das 41. Festival Regional de Folclore in Santana von Samstag, dem 4. Juli, um 09:00 Uhr bis Sonntag, dem 5. Juli, um 18:00 Uhr statt – in der malerischsten Kulisse, die sich ein Folklorefestival auf einer beliebigen Insel im Atlantik durchaus zuschreiben kann: dem Dorf, dessen ikonische strohgedeckte A-Rahmen-Häuser, die „Palheiros de Santana“, zu den meistfotografierten und architektonisch einzigartigsten Bauwerken in ganz Portugal zählen. Der Eintritt ist frei, die Aufführungen dauern die ganze Nacht, und für die Tausenden von Auswanderern aus Madeira, die ihre jährliche Rückkehr auf die Insel speziell auf dieses Wochenende abstimmen, ist das Festival weniger ein kulturelles Ereignis als vielmehr eine Heimkehr.
Es ist in jeder Hinsicht eine der authentischsten und beständigsten Traditionen im gesamten Veranstaltungskalender von Madeira.

